Allergologie

Bei den meisten allergologischen Erkrankungen unterscheidet man zwischen den Soforttyp- und den Spättyp-Allergien.

Soforttyp-Allergien

Bei den Allergien vom Soforttyp tritt unmittelbar nach Kontakt mit dem Allergieauslöser eine allergische Reaktion auf. Häufig handelt es sich um Sensibilisierungen gegen Hausstaubmilben, Baum- oder Gräserpollen, Schimmelpilze oder Tierhaare. Diese Allergene führen am häufigsten zu Heuschnupfen, zu Allergischem Asthma oder zur Verschlimmerung einer Neurodermitis. In einigen Fällen, wie z. B. einer Allergie gegen Bienen- oder Wespengift, kann es bei den Betroffenen nach einem Stich zu schweren Reaktionen bis hin zum Schock kommen. Mehr zum Thema Heuschnupfen finden Sie in einem Interview mit Dr. Niesmann (WAZ, 2011).

Was kann man bei einer Soforttyp-Allergie tun?

Zur Diagnostik bieten wir den so genannten Pricktest an. Nachdem die verdächtigten Allergene am Unterarm appliziert werden, kann man bereits nach wenigen Minuten erkennen, ob und in welchem Ausmaß eine Allergie vorliegt. Als weitere Untersuchung und zur Absicherung erfolgt eine spezielle Blutuntersuchung (EAST). Dabei wird festgestellt ob in Ihrem Blut spezielle Antikörper gegen verdächtigte Allergene vorliegen.

Als Therapie ist häufig eine Hyposensibilisierung sinnvoll. Dabei wird dem Patienten die allergieauslösende Substanz in regelmäßigen Abständen in kleinen Mengen unter die Haut injiziert. Dadurch kommt es zur so genannten „Toleranzinduktion“ – das Immunsystem „gewöhnt“ sich an die Substanz und reagiert beim nächsten natürlichen Kontakt nicht mehr allergisch darauf.

Spättyp-Allergien

Bei den Allergien vom Spättyp handelt es sich meist um verzögert auftretende Hautreaktionen (Ekzeme) nach Kontakt mit einer Substanz. Bekanntester Fall ist die Nickelallergie, aber auch Duftstoffe in Kosmetika oder zahlreiche Berufsstoffe können Auslöser sein.

Was kann man bei einer Spättyp-Allergie tun?

Diese Form der Allergie wird mit Hilfe eines Epikutantests („Läppchentest“) diagnostiziert. Hierbei werden die verdächtigten Allergene mit Hilfe von Testpflastern für 48 Stunden auf die Haut aufgeklebt und eine mögliche Hautreaktion nach 72 Stunden abgelesen. Ist der Allergieauslöser entdeckt, ist es in den meisten Fällen einer Spättyp-Allergie gut möglich, die allergieauslösenden Stoffe zu meiden.